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Seit Jahr und Tag flettern uns Prospekte ins Haus rund um die

                         "Schönste Seereise der Welt".

Ob nun steter Marketing-Tropfen seine Wirkung getan hat oder ob die Zeit einfach reif war, Norwegen als bis dato "weißen Fleck" auf meiner persönlichen Landkarte mit der Kamera unter die Lupe zu nehmen, sei dahingestellt. Fakt ist, daß meine Frau und ich uns Anfang Oktober 2005 auf den Weg nach Norden machten.

Ganz bewusst haben wir dabei auf jede Flugreise verzichtet und das "Reisen" in den Vordergrund gestellt: mit dem Auto, mit der Bahn und mit dem Schiff.       Im Vorfeld immer gut beraten wurden wir von Karawane-Reisen in Ludwigsburg ( www.karawane.de ).  

Bei herrlichem Spätsommerwetter machten wir uns von Bonn aus auf den Weg nach Kiel. Von dort aus würde uns die grösste und modernste Fähre der Welt, die "Color Fantasy" nach Oslo bringen.


Ankunft im Kieler Hafen
Der Tag ging mit einem stimmungsvollen Sonnenuntergang


An der Kieler Förde


Am nächsten Tag lief die "Color Fantasy" in Kiel ein und wurde in Rekordzeit be- und entladen. Unglaublich, wie viele Lkw´s, Container, Auflieger, Paletten und PKW´s das Schiff "schluckte". Auf 224 Metern Länge haben neben 750 PKW´s auch noch 966 Passagierkabinen Platz.


Der Begriff "Fähre" passt nur bedingt auf die "Color Fantasy": es ist ein schwimmendes Luxushotel mit exklusiver Shopping-Mall, 8 Restaurants und 6 Bars für alle Ansprüche. Abends sorgen professionelle Live-Shows, Spielcasino oder Fitness-Studio und ein "Aqualand" über 2 Etagen inclusive Wasserfall für Unterhaltung.


Bei letztem Tageslicht passieren wir die Brücke über den Storebelt, die größte Hängebrücke Europas.


Am nächsten Morgen erreichen wir pünktlich um 9:30 Uhr Oslo und fahren mit einem Taxi zum Hauptbahnhof. Mit der Bergen-Bahn erleben wir eine faszinierende Tour durch die grandiose norwegische Landschaft. Auf den 470 Kilometern zwischen Oslo und Bergen klettert der Zug nicht nur von Meereshöhe auf 1237 Meter Höhe, sondern passiert auch etwa 200 Tunnel und 300 Brücken. Mit Recht wird gesagt, die Bergen-Bahn sei eine der schönsten Eisenbahnstrecken der Welt.









 
Als wir die traditionsreiche Hansestadt Bergen am späten Nachmittag erreichen, beginnt es (für die Region typisch) in Strömen zu regnen.
Zügig verläuft das Einchecken an Bord der "Midnatsol", einem der neuesten und größten Schiffe der Hurtigruten-Flotte. Pünktlich um 22:30 Uhr legen wir ab und wir machten uns auf den Weg nach Norden. 

 
Die Altstadt von Bergen


Während der Nacht laufen wir verschiedene Häfen an. Der nächste Tag beginnt mit einem beeindruckenden Sonnenaufgang an.









Erst in Torvik können wir "unser" Schiff bei Tageslicht und vom Ufer aus in Augen-schein nehmen.
Die "Midnatsol" bietet 1000 Passagieren Platz. Bei unsrer Herbst-Tour waren je nach Streckenabschnitt zwischen 250 und 300 Passagiere an Bord und damit reichlich Platz für Alle.


An dieser Stelle eine Anmerkung zur besten Reisezeit:
Sommer oder Winter? Mitternachtsonne oder Polarlicht? Grüne Landschaft oder Schneehaube? Listenpreis oder Sonderangebot? Volles Schiff oder reichlich Platz an Bord? Weitere Gegensätze aufzuzählen wäre nicht schwer, aber eine Entscheidung zu fällen dann um so mehr. Für mich war, auch unter fotografischen Gesichtspunkten, der Herbst die richtige Wahl.   









Die vielen Klippen und Felsvorsprünge entlang der Küste sind mit Leuchtfeuern gesichert.



Ständig ergeben sich neue Motive. 



Bei herrlichem Wetter und ruhiger See erreichen wir Alesund. Auch hier bietet die im Jugendstil (wieder-)errichtete Altstadt viele Fotomotive und vom Hausberg "Fjellstua" (418 Stufen !) aus geniesst man einen herrlichen Panoramablick über die Stadt (ca. 40.000 Einwohner). Bilder, die auch die Prospekte zieren. Hier deshalb der Blick auf Alesund von der Seeseite vor dem Anlegen.


Ein Fischtrawler am Pier


Von Alesund aus erreichen wir über Molde gegen 22.00 Uhr Kristiansund


Auf unserem Weg nach Norden präsentiert sich die herbstliche Landschaft in herrlichen Farben.


Und unvermittelt taucht auf der glitzernden See das (letzte ?) Wikingerboot auf seiner Heimreise von Vinland auf.


Nördlich von Trondheim zieht eine Schlechtwetterfront auf und die Sonne verdunkelt sich. 


Dafür beschert uns der nächste Morgen ein unvergleichliches Farbenspiel. Da muss das Frühstück warten.


Bald darauf, inzwischen haben wir den Polarkreis überquert, erscheint aus dem Dunst des massiv schlechter werdenden Wetters die südgehende "Lyngen".
Da die Hurtigruten-Schiffe täglich ihre Reise beginnen, begegnen wir auch täglich pünktlich den Schiffen auf dem Gegenkurs.


Während der Reise entlang der norwegischen Küste werden diverse Landausflüge (von unterschiedlichem Reiz) angeboten. In Bodo unternehmen wir, (dick in Überlebensanzüge eingepackt) einen sehr interessanten Zodiak-Ausflug durch verschiedene Fjorde und zu dem Gezeitenstrom "Saltstraumen". Der lohnt sich aber bestimmt mehr bei Gezeitenwechsel, da die großen Wasserstrudel natürlich nur auftreten, wenn bei Wechsel von Ebbe nach Flut oder umgekehrt ungeheuere Wassermassen durch eine enge Stelle in den Fjord gepresst werden oder ins Meer gesogen werden.


In Svolvaer haben findige Jungunternehmer ein Eismuseum eröffnet. Wer möchte, kann sich einen Schnaps aus einem vergänglichen Glas aus Eis genehmigen.


Der nächste Morgen überrascht uns mit dem ersten Schnee.


Am 6. Tag unserer Seereise erreichen wir Honningsvag, den Ausgangspunkt für die Bustour zum Nordkap. Diese Gelegenheit nehmen praktisch alle Passagiere an Bord wahr, denn das Nordkap ist natürlich das heimliche Ziel der Reise. Während des Winters kann es allerdings passieren, daß die Straße zum Kap wegen der Witterungsverhältnisse gesperrt ist.
Zwischendurch machen wir kurzen Halt bei einigen (Berufs-)Samen (früher: Lappen).


Und nun bitte nicht enttäuscht sein: das bekannte Wahrzeichen des Kaps, die Weltkugel, steht nicht auf dem Nordkap, sondern auf der nächsten, mächtigeren Landzunge. Hier der Blick auf das "richtige" Nordkap.


Eisiger Wind zeigt an, daß der Nordpol nur noch ca. 2000 KM entfernt ist. Deshalb hier das Standardbild vom Nordkap aus dem Restaurant, in dem es während der "Nebensaison" Kaffe und Gebäck gratis gibt.


Auf der Rückfahrt  nach Honningsvag gelingt noch dieses Bild einer authentischen Hütte der Samen.


Das Kai von Kirkenes, dem Wendepunkt unserer Reise. Über einen Sonntag Vormittag in Kirkenes gibt es ansonsten nicht viel zu berichten. Bis zur russischen Grenze sind es ca. 20 km und die Nähe zur Grenze ist überall zu spüren. Alle Straßenschilder sind auch kyrillisch beschriftet und.....


..... die russischen Fischtrawler machen wohl auch lieber hier fest als in Murmansk.


Wie entlegen und nördlich Kirkenes liegt, zeigt dieses Hinweisschild: der Nordpol ist näher als die Landeshauptstadt Oslo und wenn man die Entfernung nach München von dort nach Süden abträgt, erreicht man fast den Äquator. Trotzdem ist dank des Golfstroms auch Kirkenes das ganze Jahr über eisfrei während der südlicher liegende nördlichste Punkt von Alaska im Winter von Schnee und Eis überzogen ist.


Dann lernen wir "Michael" kennen, ein Sturmtief, das aus Norwesten kommend,  unsere Fahrt durch das Nordmeer kreuzt.


Das Licht wechselt im Minutenabstand und die Landschaft erscheint unwirklich.


Die See wird unruhig und Gischt fliegt entlang der Küsten.


Ein letztes Mal bricht die Sonne für einen kurzen Moment durch....


..... bevor der Sturm unser Schiff mit voller Wucht trifft. Der Kapitän macht über Bordlautsprecher eine Durchsage: "Wir erwarten einen etwas heftigeren Sturm. Lehnen Sie sich zurück und geniessen Sie die Reise. An Bord sind Sie sicher, dafür sorgen wir, das ist unser Job".


Beide Bilder sind aus unserem Kabinenfenster "geschossen". Manche Foto-versuche enden mit einem schwarzen Bild, nämlich immer dann, wenn ein Brecher das Bullauge verdunkelt.


Trotzdem lassen wir uns das Abendessen schmecken, auch wenn Gläser wegen des Seegangs einfach umkippen und Teller unvermittelt seitlich vom Tisch rutschen. Der Speisesaal scheint aber deutlich leerer zu sein als sonst.
Nachts ändert der Kapitän die Route ein wenig, fährt mehr unter Land und am nächsten Morgen ist das Gröbste überstanden.


Noch hängen die drohenden Wolken tief über der See....


.... und die Sonne zaubert einmalige Stimmungsbilder.


Hier übrigens der erste Versuch, ein Panoramabild einzufügen. Leider sind die Möglichkeiten durch das vorgegebene Seiten-Layout begrenzt. Die Bildhöhe nimmt bei zunehmender Bildbreite zu sehr ab.


Malerisch liegt Risoyhamn vor der schroffen Bergkulisse.


Regenschauer im Licht als interessantes Fotomotiv.... 


....genau wie die imposanten Bergketten, die uns ständig begleiten.


Noch eine Anmerkung bzw. ein Fototipp:
Ihr Schiff ist 12 Tage lang ständig in Bewegung und die majestätische Landschaft zieht wie in einem Film an Ihnen vorbei. Da heisst es, wie ein Luchs aufzupassen, um die besten Motive im einzigen richtigen Augenblick aufzunehmen. Wegen der leichten Vibration des fahrenden Schiffes ist ein Stativ überflüssig und wegen der stark wechselnden Lichtverhältnisse sind Digitalkameras mit der Möglichkeit, die Aufnahmeempfindlichkeit zu verändern ohne einen Film wechseln zu müssen, von grossem Vorteil. Und wenn das Schiff nicht auf See ist, sorgen die insgesamt 59 Häfen mit 128 An- und Ablege-Manövern für Abwechslung. Dazu kommen Städte mit so klangvollen Namen wie Trondheim, Tromsö oder Hammerfest, die natürlich auch besichtigt werden wollen. Ganz zu schweigen von den Vesteralen und Lofoten. Kurzum: ich war ganz froh, daß zwischendurch auch noch ein wenig Zeit zum Schlafen blieb(ohne Mitternachtssonne).

Jetzt laufen wir Stokmarknes an, der Ort in dem das Hurtigruten-Museum zu einem Kurzbesuch einlädt.


Für den späten Nachmittag steht die Fahrt durch den engen Raftsund und die Einfahrt in den legendären Trollfjord auf dem Reiseplan. Die Landschaft zeigt sich märchenhaft schön und die stimmungsvolle Beleuchtung rundet einen unvergesslichen Tag ab.






Und dann öffnet sich unvermittelt der Trollfjord, der nur knapp 100 m breit ist und dessen Felswände seitlich bis zu 600 m steil aufragen.


Das Wasser ist glasklar und spiegelt die Felswände, die zum Greifen nah am Schiff vorüberziehen.
Am Ende weitet sich der Fjord ein wenig und unser Schiff dreht auf der Stelle gleich 2mal, damit wir die grandiose Natur wirklich geniessen können.


Als krönender Abschluß überrascht uns der aufgehende Mond bei der Ausfahrt aus dem Trollfjord.


Von den Lofoten, die eine eigene Fotoreise lohnen, hier nur eine nächtliche Impression von auslaufenden Fischkuttern.


2 Tage später erreichen wir Trondheim. Hier endet unsere Schiffsreise. Wir freuen uns aber schon auf die Fahrt mit der Dovre-Bahn nach Oslo.
Diese Lanschaft kann man nur geniessen.


Zwischen Dovre und Lillehammer fahren wir durch das berühmte Gudbrandstal.


Rauhreif überzieht Landschaft und Häuser mit einer Ahnung des kommenden Winters.


Norwegens Hauptstadt Oslo präsentiert sich bei strahlendem Wetter.
Hier das Rathaus, in dem jedes Jahr auch einige Nobel-Preis-Zeremonien stattfinden.
Die Möwe können auch Sie ins rechte Licht rücken, wenn Sie bereit sind "zu Boden zu gehen".


Bis zum Nachmittag bieten sich mir im Stadtzentrum und vor allem am Hafen vielfältige Motive.


Und last not least: das Wikinger-Museum, dessen Besuch einen bleibenden Eindruck hinterlässt.

Die perfekte Symbiose von Form und Funktionalität: das Oseberg-Schiff.


Obwohl wir in Oslo unsere Reise um einen Tag verlängert haben, vergeht die Zeit wie im Fluge. Am letzten Abend freuen wir uns über den herrlichen Blick aus unserem Hotelfenster bevor uns die "Color Fantasy" am nächsten Tag wieder schnell und sicher nach Kiel bringt.
Ich hoffe, daß Ihnen unsere gemeinsame Internet-Nordland-Reise gefallen hat. Dafür habe ich 60 aus mehr als 2.500 Bildern ausgewählt. Wenn Sie Interesse an viel mehr Bildern, an tollen Effekten und Musikuntemalung haben, bestellen Sie einfach die Norwegen-DVD für 10,- € + 1,50 Versand. Anruf (0228-3670288) oder e-mail genügt. Vielen Dank!